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Harzwandertage

Wanderung Schierke-Brocken

Brocken, hinter den Dampfwolken der Brockenbahn

Brocken, hinter den Dampfwolken der Brockenbahn

2011-09-29, Donnerstag
Wanderung Schierke-Brocken

Wanderungen im Harz, dass bedeutete für uns natürlich auf jeden Fall auch die Einplanung einer Wanderung zum Brocken, dem mit 1.141 m höchsten Berg des Harzes und Norddeutschlands. Da der Brocken für seine extremen Wetterverhältnisse bekannt ist, beschlossen wir diese Wanderung gleich am ersten Tag unsereres Harzaufenthalts anzugehen, schließlich war keineswegs sicher, dass uns die Schönwetterlage auch während der nächsten vier Tage erhalten bleiben würde. Außerdem erwarteten wir, dass der vielerwanderte Berg bei schönem Wetter am Wochenende und ganz besonders am 3. Oktober einen noch größeren Besucheransturm erfahren würde, als am heutigen Donnerstag.

Wir hatten uns entschlossen den Brocken ab Schierke zu erwandern, das nur 10 km von Elbingerode entfernt liegt und mit einer kurzen Autofahrt deshalb für uns schnell erreichbar war. Parkplätze gab es in Schierke einige, aber die teilweise geforderten 5,-- Euro wollten wir lieber nach der Rückkehr vom Brocken in einem Café investieren, sodass wir den Wagen in einer Nebenstraße abstellten. Um 09:30 Uhr zogen wir los in Richtung Jugendherberge, überquerten dort die Bode und und schlugen den Weg auf der Sandbrinkstraße zum Brocken ein.

Ein naturbelassener Pfad hätte uns mehr erfreut, in einen solchen ging der Wanderweg aber erst ein ganzes Stück später über. Bis dahin verlief er auf eine lange Wegstrecke befestigt und fast ohne Steigungen nahe der Bode. Dann zog der Weg aufwärts, wurde endlich zu einem schönen Wanderpfad und brachte uns zum Treffpunkt mehrerer Wanderwege am Dreieckigen Pfahl.

Bis dahin waren wir keiner Menschenseele begegnet, hier aber trafen wir auf die große Zahl der Brockenwanderer, die über den Goetheweg vom Torfhaus den Weg zum Brocken gewählt hatten. Ab hier brauchten wir uns nur in die Schar der Wanderer einzureihen und dem breiten Kolonnenweg zu folgen, der uns zum Brocken leitete. Die Schar vergrößerte sich an jeder weiteren Wegeinmündung, während die Kuppe des Brockens mit ihren Aufbauten langsam näher kam. Ein Teilstück des Weges verlief paralell zu den Gleisen der Brockenbahn, die dampfend und prustend weitere Brockenbesucher zum Ziel transportierte.

Zweieinhalb Stunden nach unserem Weggang in Schierke standen wir am Brockengipfel. Viel Betrieb, aber auch viel Aussicht. Wir schlenderten über die Kuppe mit ihren Aufbauten, genossen die weit ins Vorland und über die Harzhöhen gehende Aussicht und suchten uns dann ein warmes, sonniges Plätzchen auf den Felsen. Hier machten wir ausgiebige Pause, dann umrundete ich die Kuppe auf dem Brockenweg und schaute kurz dem Trubel am Brockenbahnhof zu. Um 13:30 Uhr begaben wir uns auf den Rückweg. Ein Stück ging es den Fahrweg abwärts und die Brockenstraße entlang, dann bogen wir auf den Pfad zum Eckerlochstieg ein. Das war ein Weg nach unserem Geschmack, teils über Holzplanken und -stufen, später steil über Stein- und Geröllstufen weiter abwärts. Jetzt erst stellten wir die Höhenmeter fest, die wir am Morgen fast unbemerkt auf dem breiten Aufstiegsweg hinter uns gebracht hatten. An der Schluftwasserbrücke folgten wir dem Hinweisschild zum Hexental und weiter zum Wasserwerk. Dann ging es am Rande der Schluftwiesen weiter zur Kalten Bode und der Sandbrinkstraße, auf der wir am Morgen den Weg zum Brocken hinauf gewandert waren.

Schierke erreichten wir wenige Minuten später und dort schienen uns auf der besonnten Terrasse eines Caés schon freie Plätze erwartet zu haben. Das Angebot nahmen wir gerne an, streckten die Beine von uns und ließen es uns zur Kaffeezeit nochmals richtig gutgehen.