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Erlangen-Eichstätt

Am Main-Donau-Kanal

Am Main-Donau-Kanal

2011-06-01, Mittwoch
Erlangen-Eichstätt

Seit unserer Abfahrt in Weilburg hatte Petrus es gut mit uns gemeint und trockenes Wetter beschert. Heute sah es anders aus, unsere Befürchtungen vom gestrigen Abend waren real geworden; ein dunkler Morgen mit heftigem Regen erwartete uns beim Aufstehen. Und das ausgerechnet heute, wo wir eine der zwei längsten Tagesetappen vor uns hatten, nämlich mehr als 110 km zum Tagesziel Eichstätt. Bei diesem Regenwetter und der vor uns liegenden langen Fahrtstrecke wollten wir uns wenigstens eine Erleichterung zugestehen und beschlossen, die 20-km-Strecke von Erlangen nach Nürnberg mit dem Zug zurückzulegen.

So waren wir schon um 09:00 Uhr in Nürnberg und kurz darauf am Main-Donau-Kanal. Zwar hatte der Regen ein wenig nachgelassen, aber ohne Regenkleidung war nicht ans Radfahren zu denken, hatten wir doch den ganzen Tag noch vor uns und zum Regen war es auch erheblich abgekühlt. Wenigstens war der Weg entlang des Kanals nicht zu verfehlen, nur leider rollten die Räder in der Nässe nicht so, wie es bei trockenem Untergrund der Fall gewesen wäre. Und als ob das schlechte Wetter und die lange Strecke nicht schon genug Stress bedeuteten, zu allem Überfluss verpassten wir auch noch die Abzweigung Richtung Roth/Weissenburg. Mehr als 20 km Umweg fuhren wir, bis wir endlich wieder auf unserer vorgesehenen Strecke waren. Auf dem folgenden Streckenabschnitt nach Weissenburg war häufiges Anhalten und Kartenstudium nötig, weil entweder die Beschilderung schlecht war oder wir im Regen nicht aufmerksam genug die Beschilderung zur Kenntnis nahmen. Jedenfalls kostete uns die Strecke bis Weissenburg viel Nerven und Schweiß und es war bereits nach 15:30 Uhr, als wir die Stadt erreichten.

Ab Weissenburg waren es noch gut 50 km zu unserem Ziel und wir rechneten nicht damit, dass wir die Strecke bis zur angemeldeten Ankunftszeit um 18:00 Uhr erreichen würden. Zwar hatte der Regen nachgelassen, aber bisher war dieser Tag nicht gut gelaufen und wir glaubten nicht, dass wir die Reststrecke nun mit Höchstgeschwindigkeit hinter uns bringen würden. Wir riefen deshalb in der Jugendherberge an und erhielten die Info, dass bis 20:00 Uhr jemand an der Anmeldung sein würde. Bis dahin hofften wir auf jeden Fall einzutreffen und so fuhren wir weiter Richtung Treuchtlingen und dann auf dem Altmühltalradweg und entlang der Altmühl Richtung Pappenheim.

Kurz hinter Pappenheim erreichte uns das nächste Missgeschick. Das Hinterrad meines Rades verlor langsam aber sicher die Luft. Erst hofften wir natürlich mit einfachem Aufpumpen wäre das Übel zu beseitigen, aber nach zwei weiteren vergeblichen Pumpversuchen war klar, dass nur eine Schlauchreparatur Abhilfe schaffen konnte. Ich hatte zum Glück einen Ersatzschlauch dabei, doch wie immer wenn man sich beeilen will, gab es bei der Demontage des Rades wie beim Montieren Probleme. Der ganze Spaß im nieseligen Wetter kostete uns eine gute Stunde, bevor mein Rad endlich wieder fahrbereit war. Ein Anruf in der Jugendherberge beruhigte uns hinsichtlich der Ankunftszeit dann wenigstens dahingehend, dass man den Zimmerschlüssel für uns in einem Schließfach deponieren wollte und uns die Ziffern zum Öffnen des Zahlenschlosses durchgab.

Damit waren wir wenigstens dieser Sorge enthoben und konnten nur hoffen, jetzt ohne weitere Zwischenfälle in Eichstätt einzutreffen. Tatsächlich kam es zu keinen neuen Unannehmlichkeiten, die Suche in Eichstätt nach der Jugendherberge kostete uns zwar auch wieder einige Zeit, um 21:00 Uhr aber waren wir endlich angekommen. Dann gab es nochmals einige Nervenanspannung, weil sich das Schließfach nicht mit der uns mitgeteilten Zahlenkombination öffnen ließ. Dieser Sachverhalt klärte sich erst als wir erfuhren, dass uns ein anderes Zimmer zugewiesen worden war, als am Telefon mitgeteilt. Nachdem auch dieses Problem gelöst war beeilten wir uns mit dem Duschen und Kleiderwechsel, wollten wir nach diesem Tag doch noch eine warme Mahlzeit bekommen. Zum Glück hatte eine nahegelegene Pizzeria geöffnet und nach einer ordentlichen Pizza und gutem Bier waren die Unannehmlichkeiten des Tages schnell vergessen.