Logo

Mit Rad und Wanderschuh

www.rad-und-wandern.de

Home/Tourauswahl Inhaltsverzeichnis Gästebuch Kontakt Impressum Links Weilburg-Site

Valid XHTML 1.0!

Radwanderung
Fulda-Regensburg

Saal a. d. Saale-Coburg

Veste Heldburg

Veste Heldburg

2011-05-26, Donnerstag
Saal a. d. Saale-Coburg

Ein reichhaltiges Freühstück erwartete uns am Morgen in der Gaststube und dazu schien die Sonne schon früh vom blauen Himmel herunter. Für die heutige Strecke nach Coburg waren also die besten Voraussetzungen gegeben. Um 08:45 Uhr starteten wir auf dem Radweg Fränkische Saale in Richtung Bad Königshofen. Wieder verlief der Saale-Radweg steigungslos und war gut beschildert, auch bei der Ortsdurchfahrt von Bad Königshofen. Von dort befuhren wir den Radweg Fränkische Saale noch für ca. 10 km, um diesen dann hinter Albshausen zu verlassen. Von dort aus wollten wir über Landstraßen östlich fahren, um unser heutiges Tagesziel Coburg zu erreichen.

Die kaum von Autos befahrene Landstraße brachte uns gleich darauf an den Verlauf der ehemaligen DDR-Grenze. An den Grenzverlauf erinnerte eine Gedenkstätte, dazu ein Wachtturm mit Bunkeranlage aus dieser Zeit. Die Straße führte uns dann in die kleine Gemeinde Gompertshausen. Dortige Straßenbauarbeiten brachten uns aber von der vorgesehenen Fahrtrichtung nach Westhausen ab und wir radelten südlich über Rieth und Hellingen nach Heldburg.

Die über Heldburg aufragende mächtige Festung gleichen Namens verführte uns zu einem Abstecher den steilen Weg hinauf zur Anlage. Wir genossen von dort die Aussicht und da es auf 13:00 Uhr zuging, legten wir eine kurze Mittagspause ein. Auf eine Besichtigung der Innenräume verzichteten wir, fanden an und in der Burg doch umfangreiche Restaurierungsarbeiten statt, da dort 2013 das Deutschen Burgenmuseums eröffnet werden soll.

Beim Weg hinauf zur Burg hatten wir am etwas unterhalb liegenden Waldparkplatz Wanderwegweiser gesehen und einer von diesen wies als Ziel Rodach auf. Rodach wäre ohnehin unser nächstes Ziel gewesen und so entschlossen wir uns nicht wie geplant entlang der Autostraße dorthin zu fahren, sondern dem Wanderwegzeichen vom Parkplatz aus zu folgen. Es war eine Entscheidung, die wir schon bald bereuten. Der Waldweg ließ sich zu Beginn relativ gut fahren und auch die Wegkennzeichnung war vorhanden, doch schon bald war es damit zu Ende. Es gab keine Hinweisschlilder mehr auf Rodach oder einen anderen Ort, nur solche, die eine Flurbezeichnung oder ähnliches aufwiesen und in unserer Karte natürlich nicht verzeichnet waren. Wir erkundeten einige Wegvarianten, mussten aber feststellen, dass wir in keiner Richtung eine verlässliche Wegstrecke zu unserem Ziel fanden. Zusätzlich waren alle weiterführenden Wege nicht mehr befahrbar und da wir nicht zum Ausgangspunkt Heldburg urückkehren wollten, blieb uns nichts anderes übrig als abzusteigen und zu schieben.

Nach Gefühl entschieden wir uns für eine Richtung und quälten uns auf zerfurchten Waldwegen mühsam vorwärts. Mittlerweile war es schwül-warm und gewittrig geworden, was die Tour nicht angenehmer machte. Nach gefühlten Stunden - tatsächlich war es "nur" eine gute Stunde - trafen wir auf einen abwärts führenden und wieder mit dem Rad befahrbaren Waldweg. Der Weg brachte uns nach Gauerstadt, wo wir uns wieder neu orientieren konnten.

Wir entschlossen uns dem Straßenverlauf in die nächste Ortschaft Breitenau zu folgen. Von dort radelten wir entlang der Straße nach Neida und Weisenfeld. Der Radweg nach Coburg verlief zwar weiter nördlich, wir aber hatten nach unserer Querfeldein-Tour nur den Wunsch ohne weitere Wegsuche auf dem schnellsten Weg nach Coburg zu gelangen. Der Marsch durchs Gelände und die Ungewissheit des Weges hatten uns ziemlich genervt und dazu kam die immer schwülere gewittrige Atmosphäre, in der auch Fahrtwind jetzt keine Abkühlung brachte. Eine gute Stunde Fahrzeit benötigten wir für die Fahr ab Gauerstadt nach Coburg  und obwohl von der Strecke keinen Grund dafür hergab, wir waren ziemlich gestresst als wir Coburgs Marktplatz gegen 15:30 Uhr erreichten.

Wegen der sich immer mehr abzeichnenden Gewitterneigung hätten wir normalerweise sofort unsere Unterkunft angefahren, uns stand der Sinn jetzt aber nur nach einer ruhigen Kaffeepause und diese genehmigten wir uns denn auch. Allzubald aber fühlten wir uns vom Wetter gedrängt unsere Unterkunft aufzusuchen. reserviert hatte Joachim zwei Nächte im Gasthof Fink, da die Jugendherberge ausgebucht gewesen war. Zum Gasthof im Ortsteil Lützenbuch mussten wir ein gutes Stück radeln, doch es lohnte sich. Ein großes Haus, in dem wir ein geräumiges und schönes Zimmer mit Dusche und WC vorfanden, ließ uns den zeitweiligen Stress der heutigen Tagesstrecke vergessen. Und wie wir beim Abendessen feststellten, waren auch Essen und Trinken zu empfehlen. Einziger Wermutstropfen war der am Abend einsetzende Regen, der sich mit schwüler Tageswitterung schon angekündigt hatte. Immerhin waren wir aber tagsüber nicht nass geworden und konnten auch hoffen, dass der morgige Tag wieder gutes Wetter bringen würde.