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Wanderwoche Erzgebirge

Kammweg

2006-09-08, Freitag
Kammweg

Heute war der letzte Wandertag für uns im Erzgebirge und wir hatten am Vorabend entschieden, dass es auf den Kammweg entlang der Grenze nach Tschechien gehen sollte. Als Ausgangspunkt der Rundwanderung hatten wir Carlsfeld ausersehen, das nur wenige Kilometer von Johanngeorgenstadt entfernt liegt und das wir mit dem Wagen anfahren wollten.

Foto. Grenzübergang am Kammweg nach Tschechien

Grenzübergang am Kammweg nach Tschechien

Wir starteten zu unserer üblichen Zeit um 09.00 Uhr und stoppten unterwegs nur kurz, damit Joachim seinen Tagesproviant vervollständigen konnte. Nach kurzer Fahrt hatten wir Carlsfeld erreicht und parkten den Wagen auf einem freien Platz vor dem Ortseingang. Es war noch ziemlich kühl und immer wieder schob der Wind dicke Wolken vor die Sonne, aber solange er die Wolken weiterblies, brauchten wir nicht mit Regen zu rechnen. Nachdem wir bergab in das Zentrum der kleinen Ortschaft gewandert waren,  wies uns ein Wegzeichen an der Trinitatiskirche in unsere vorgesehene Wanderrichtung auf den Morgenröther Weg nach Morgenröthe. Trotz der Kühle wurde es uns auf dem aufwärts aus Carlsfeld führenden Weg schnell warm und bald umfing uns wieder dichter Nadelwald, wo uns der Wind nichts anhaben konnte.

Bei Morgenröthe trafen wir auf die nach Sachsengrund führende Autostraße, der wir ein kurzes Stück folgten, um dann weiter auf dem Heroldsbachweg in Richtung des Großen Rummelsberges zu wandern. Unmittelbar an der Grenze sollte sich unsere Route dann nach Osten wenden und auf dem Kammweg weiterführen. Aber wovor uns die sehr verlässliche Wegweisung während der letzten Tage immer bewahrt hatte - diesmal verpassten wir den Abzweig und landeten an der oberhalb des Klingenthaler Ortsteils Aschbach gelegenen Jugendherberge Klingenthal mit dem Aschberger Aussichtsturm.

Foto. Naturschutzgebiet Kranichsee

Naturschutzgebiet Kranichsee

Wenigstens hatte uns der Weg nicht allzu weit in die falsche Richtung geführt und wir hatten bald den richtigen Pfad gefunden. Gleich darauf trafen wir auch auf den erwarteten Grenzübergang für Wanderer. Dieser schien mit seiner verrosteten Schranke ebenso nur noch in der Vergessenheit zu bestehen, wie der Übergang, auf den wir während unserer Mittwochswanderung getroffen waren.

Mit nur wenig Höhenunterschied verlief unser Wanderweg nun während der folgenden ca. 5 km unmittelbar entlang der Grenzlinie, die nur alle 50 bis 100 m durch einen aus dem Waldboden neben dem Weg ragenden Grenzstein markiert ist. Erst im Naturschutzgebiet Großer Kranichsee entfernte sich der Wanderweg vom Grenzverlauf und zog zur Talsperre Carlsfeld. Da es sich um eine Trinkwassertalsperre handelt führte der der Wanderweg abseits vom Ufer in Richtung Carlsfeld, das wir schon bald erblickten. Der Weg zum Parkplatz führte uns in Carlsfeld vorbei an dem Denkmal für Carl Friedrich Zimmermann, in Carlsfeld um 1830 begann Harmonikas zu bauen und ab 1849 Harmonikas, die er Concertinas nannte. Nach der Gedenktafel ist daraus das für den Tango unverzichtbare Bandoneon entstanden. (Was so aber nicht ganz richtig ist, da das Bandoneon auf H. Band aus Krefeld zurückgeht.)

Über etwa 20 km hatte uns der Rundweg vom Ausgangspunkt Carlsfeld über den Kammweg wieder zurückgeführt.  Nur etwa die Hälfte war betrug die Fahrstrecke mit dem Wagen nach Johanngeorgenstadt. Die Rückfahrt dorthin nutzten wir, um nach einer Gaststätte für unser Abendessen Ausschau zu halten. Diese fanden wir auch so fuhren wir zur Essenszeit von der Jugendherberge dorthin. Den abschließenden Abendtrunk aber ließen wir uns dann wieder in Johanngeorgenstadt schmecken, damit wir den Heimweg zu Fuß bewältigen konnten und so der Führerschein ungefährdet blieb.