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Wanderwoche Erzgebirge

Auersberg

2006-09-03, Sonntag
Johanngeorgenstadt-Auersberg

Nach einer Nacht, so ruhig wie selten in einer Jugendherberge (JH), saßen wir um 08.00 Uhr im Frühstücksraum. Der bedeckte Himmel und die Temperatur luden zwar nicht zum Sonnenbaden ein, aber für eine Wanderung war das Wetter durchaus angenehm. Als Ziel hatten wir den Auersberg bestimmt, der mit seiner Höhe von 1.019 m eine der höchsten Erhebungen des Erzgebirges ist. An Hand einer Wanderkarte hatten wir uns für den Hinweg eine Route ausgesucht, den Rückweg aber wollten wir von dem Zeitpunkt abhängig machen, zu dem wir auf dem Auersberg stehen würden.

Foto. Nur noch wenige Meter bis zum Aussichtsturm auf dem Auersberg

Nur noch wenige Meter bis zum Aussichtsturm
auf dem Auersberg

Aus dem Talgrund am Schwarzwasser ging es unmittelbar am Ortsende von Johanngeorgenstadt über die Jugelstraße aufwärts in Richtung Henneberg, anschließend über den Lorenzweg und dann nördlich zur Landstraße zwischen Wildenthal und Steinbach, die wir kurz vor der Sauschwemme erreichten. Ab hier zog sich der Weiterweg fast schnurgerade und auf dem letzten Teilstück ansteigend zu dem schon sichtbaren Turm auf den Auersberg. Der Himmel hatte sich zwar während des Vormittags etwas stärker mit Wolken bedeckt, trotzdem hatten wir vom Turm lohnende Aussichten über die Wälder und zu den Höhen des Erzgebirges, wie zu verstreut liegende Ortschaften und den naheliegenden Talsperren Sosa und Eibenstock.

Es war erst 11.30 Uhr und so hatten wir noch einige Stunden für den Rückweg zur Verfügung. Während der Rast studierten wir die Karte und da es trotz des bewölkten Himmels nicht wirklich nach Regen aussah, beschlossen wir den Weiterweg bis zur Talsperre Sosa, um uns von dort dann wieder in Richtung Johanngeorgenstadt zu wenden.

Schnurgerade zog der Weg vom Auersberg abwärts in Richtung Sosa, endlich einmal unbefestigt und nicht asphaltiert, so wie es sich für einen Wanderweg gehört. Ab dem Kreuzungspunkt Großer Stern ging es dann leider wieder über Asphalt und mit vielen Wegwindungen, meist aber auf einer Höhe verbleibend, entlang der Talsperre bis kurz vor Sosa. Der Weg blieb immer eine ganzes Stück vom Ufer entfernt und nur selten war ein Blick durch den Baumbestand zur Wasserfläche der Talsperre möglich, die als Trinkwasserspeicher dient. An einem großen Rast- und Parkplatz nahe der Ortschaft Sosa legten wir eine Rast ein und beschlossen dabei, uns von hier aus wieder in Richtung Johanngeorgenstadt zu wenden.

Foto. Aussicht vom Auersberg zur Talsperre Sosa

Aussicht vom Auersberg zur Talsperre Sosa

Der Rückweg führte uns über die Riesenberger Häuser zu der kleinen Siedlung Steinberg. Schon kurz nach den Riesenberger Häusern hatte ein leichter Regen eingesetzt, dessen Tröpfchen aber so sanft gefallen waren, dass wir auf unsere Regenjacken verzichtet hatten. Nun aber kam einiges mehr an Wasser vom Himmel und wir mussten uns und die Rucksäcke unter regendichter Bekleidung verstauen. Die Temperatur war aber weiter so angenehm warm, dass der niederfallende Regen nicht unangenehm war und wir mit guter Stimmung die letzte Wegstrecke angingen.

In der Gegend des Hennebergs ging es ein Teilstück entlang des morgendlichen Wegs, dann schwenkten wir auf den Lehmer Grundweg ein, der uns zum Ausgangspunkt unserer Tageswanderung und der JH brachte.

Als wir um 17.00 Uhr wieder an der JH eintrafen, hatte uns die Wanderung über eine Entfernung von fast 30 km geführt. Nennenswerte Steigungen gab es nur am Morgen von Johanngeorgenstadt nach Jugel und auf dem Anstieg am Auersberg. Dazu war das Wetter für eine Wanderung ideal gewesen und auch der Regen hatte daran nichts geändert. Lediglich die langen asphaltierten Wegstrecken waren nicht nach meinem Geschmack gewesen - darüber hätte mich mich allenfalls gefreut, wären wir mit den Rädern unterwegs gewesen und nicht zu Fuß. Jedenfalls hatten wir uns ein Abendessen verdient und das nahmen wir wegen fehlender Alternativen in der Gaststätte an der Grenze ein.