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Eifelwoche

Kylltalradtour

Kylltalbahnstrecke und Kylltalradweg

Kylltalbahnstrecke und Kylltalradweg

2007-09-05, Mittwoch
Kylltalradweg

Der Abwechslung wegen hatten wir uns für heute nicht den zweiten Abschnitt des Lieserpfades vorgenommen, sondern unsere zweite Radtour, die durch das Kylltal führen sollte. Bei der Auswahl des Kylltalradwegs war ich vor allem praktischen Überlegungen in Bezug auf die Hin- und Rückfahrt gefolgt.

Gerolstein als Startpunkt ist von Manderscheid aus mit dem Wagen schnell erreichbar und die im Kylltal verlaufende Eisenbahnstrecke bietet mehrere Zustiegsmöglichkeiten für eine Rückfahrt mit dem Zug. Dazu schien mir die Fahrstrecke mit gut 80 km die richtige Länge für eine Tagestour aufzuweisen.

An der Kyll

An der Kyll

Wettermäßig sah es auch an diesem Morgen nicht begeisternd aus, immerhin aber war es trocken und wenn der Regen weiterhin in den Wolken blieb, so war das die Hauptsache. Wir befestigten die Räder auf dem Fahrradträger und fuhren einen Lebensmittelmarkt an um Obst und Getränke einzukaufen, dann ging es nach Gerolstein. Ohne Suchaktion fanden wir dort schnell einen Parkplatz am Bahnhof, wo wir uns fahrfertig machten und von wo wir um kurz nach 10.00 Uhr losradelten.

Auf einer großen Hinweistafel am Parkplatz war auch der Kylltalweg verzeichnet, der zugehörige Pfeil wies zur Hauptstraße. Dort fehlte leider jeder weitere Richtungshinweis und erst bei einer kurzen Orientierungsrunde fanden wir ein weiterführendes Schild. Von da ab gab es bis Trier aber keine weiteren Probleme mehr mit fehlender oder mangelhafter Beschilderung des Radwegs.

Kennzeichnung des Kylltalradwegs

Kennzeichnung des Kylltalradwegs

An einem Uferweg an der Kyll und mit Blick zu den Gerolsteiner Dolomiten verließen wir Gerolstein. Teilweise verlief der Radweg unmittelbar neben  den Gleisen der Kylltalbahn, auf einem von der Autostraße abgetrenntem Radweg, auf Uferwegen neben der Kyll, entlang von Wirtschaftswegen durch Wiesengelände und Wald und durch kleine, stille Ortschaften. Es war eine sehr schön zu fahrende abwechslungsreiche Strecke, fast durchgängig eben und allenfalls sehr leicht hügelig, den Anstieg bei Kyllburg ausgenommen.

Bei Kyllburg hat der Kylltalradweg zwei Höhepunkte bieten. Zuerst die Fahrt durch einen von der Kylltalbahn noch befahrenen Tunnel, der uns direkt in Kyllburg wieder ans Tageslicht ließ, dann der 18 %ige Anstieg zwischen Kyllburg und Erdorf, mit dem 110 Höhenmeter überwunden werden. Danach geht es aber auch wieder rasant abwärts.

Hinter Kordel passierten wir die Ruine der Eifelburg Ramstein, dann war auch schon Ehrang erreicht. Nun folgte eine wenig schöne Fahrtstrecke durch Industriegebiet, bis wir nach ca. 2 km auf den Radweg am Moselufer trafen. Diesen entlang rollten wir in Richtung Trier, fuhren über die erste Moselbrücke Richtung Innenstadt und Hauptbahnhof, den wir um 16.30 Uhr und mit 86 km Fahrstrecke auf dem Tacho erreichten.

An der Mosel nach Trier

An der Mosel nach Trier

Wir kümmerten uns zuerst um die Rückfahrtmöglichkeit und beschlossen den Zug um 17.59 Uhr nach Gerolstein zu nehmen. Für eine Stadtbesichtigung war die Aufenthaltsdauer zu kurz, aber für eine Kaffeepause in einem Café nahe der Porta Nigra war die Zeit ausreichend. Dort streckten wir dann auch gemütlich die Beine aus und  genossen Kaffee und Kuchen, als verdienten Abschluss einer unterhaltsamen Radtour.

Pünktlich zur Abfahrt waren wir am Zug, der uns nach einer Stunde Fahrtzeit zum Ausgangspunkt Gerolstein zurückbrachte. Wir beschlossen das Abendessen im Gasthof Bauer in Bleckhausen, einem kleinem Ort kurz vor Manderscheid, einzunehmen. Wie gut wir diese Wahl fanden ist daran zu erkennen, dass wir auch am nächsten Tag zum Abendessen dorthin fuhren.

Nach der gemütlichen und sehr schönen Fahrradtour am Sonntag auf dem Maare-Mosel-Radweg lag die Messlatte zur Beurteilung des Kylltalradwegs ziemlich hoch. Mir aber hatte der Kylltalradweg, trotz 30 km mehr Strecke und dem Anstieg bei Kyllburg, um ein wenig mehr zugesagt. Bequemer war die Strecke nicht gewesen und landschaftlich auch nicht schöner, ich fand sie aber abwechslungsreicher und interessanter.