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Eifelwoche

Wanderung Dauner Maare

Am Weinfelder Maar

Am Weinfelder Maar

2007-09-03, Montag
Wanderung Dauner Maare

Der heutige Morgen sah nicht sehr einladend aus, was das Wetter betraf. Grauschwarz war der Himmel, aus dem heraus mal mehr oder weniger Wasser zur Erde rieselte. Auch kurze Regenpausen weckten bei diesem Einheitsgrau keine echte Hoffnung auf Wetterbesserung und so beeilten wir uns nicht allzu sehr mit dem Start in den Tag.

Angesichts des Regenwetters entschieden wir uns für eine Fahrt mit dem Wagen an die Maare bei Daun. Das zu den Dauner Maaren gehörende Weinfelder Maar hatten wir bei unserem kurzen Abstecher auf der gestrigen Radtour angefahren und es schien uns mit den in seiner Nähe befindlichen beiden anderen Maaren eine Wanderung wert zu sein. Außerdem gab uns dieses Ziel die bequeme Möglichkeit auch der Stadt Daun einen Besuch abzustatten.

In Manderscheid besorgten wir während eines kurzen Einkaufsstopps an einem Lebensmittelmarkt ein wenig Tagesproviant, dann fuhren wir die wenigen Kilometer Richtung Daun und zum Parkplatz am Meerfelder Maar. Während unserer Anfahrt hatte der Regen eine Pause eingelegt und diese Pause hielt auch noch an, als wir den Parkplatz erreichten und die wenigen Schritte von dort zum Rand des Maars gingen. Es war auch nicht kalt, die Luft aber angenehm frisch und sauber und so schlenderten wir guter Laune entlang des unteren Uferwegs.

Anscheinend hatte Petrus uns aber nur vom schützenden Auto weglocken wollen, denn kurz nach unserem Aufbruch begann es wieder zu regnen. Da der Weg unter Bäumen verlief, war die Stärke des Regens nicht gleich zu spüren und wir zögerten das anlegen unserer Regenjacken noch etwas hinaus. Wir statteten der am oberen Uferweg gelegenen Kapelle des im 16. Jahrhundert durch die Pest untergegangenen Dorfes Weinfelden einen kurzen Besuch ab und machten uns dann an die weitere Umrundung des Maares auf dem unteren Uferweg.

Jetzt wurde es auch Zeit die Regenjacken anzuziehen, doch auf die Regenhosen verzichteten wir weiterhin. So klatschten uns alsbald bei jedem Schritt die nassen Hosen an die Beine, denn der zuvor noch sanfte Regen war mittlerweile zu einem beständig niederrauschenden Wasservorhang geworden. So verpassten wir auch irgendwo auf dem Rundweg die Abzweigung zum Gemündener Maar und bemerkten in dem niedergehenden Regen auch gar nicht so richtig, dass wir das Maar schon fast umrundet hatten.

Das Gemündener Maar

Das Gemündener Maar

Für den Moment spielte das aber keine große Rolle, denn dort, wo wir unsere Umrundung des Weinfelder Maares begonnen hatten, fanden wir eine kleine Schutzhütte und wir erreichten diese gerade in dem Moment, als die Himmelsschleusen vollständig geöffnet wurden. Prasselnd traf der Regen auf das Dach der Schutzhütte, Wasserschleier und Dunst verhüllten das gegenüberliegende Ufer und ein brauner Wasserfilm zog sich über das Erdreich und floss in das klare Wasser des Maarsees.

Dieser Regen konnte einfach nicht stundenlang anhalten und so übten wir uns in Geduld, hoffend, dass Petrus nicht das Gegenteil beweisen würde. Eine gute halbe Stunde harrten wir aus, dann ließ der Regen tatsächlich nach, an dessen endgültiges Ende war allerdings noch nicht zu denken. Wir setzten aber unseren Weg fort, dieses Mal auf dem oberen Uferweg  und zur Abwechslung jetzt rechts um das Weinfelder Maar herum.

Der Blick über das Weinfelder Maar war zwar immer noch vom Wasserdunst und Nieselregen getrübt, aber wir hatten vermehrt die Hoffnung, dass sich das Wetter noch ein wenig mehr aufheitern würde und so richteten wir unsere Schritte zum "Zwei-Maare-Blick" und weiter über den Mäuseberg zum Dronketurm. Am "Zwei-Maare-Blick" konnten wir zwar nur das uns schon wohlvertraute Weinfelder Maar erblicken, aber wir waren trotzdem guter Dinge, auch noch das Gemündener Maar sichten zu können, spätestens bei der Aussicht vom Dronketurm.

Am Dronketurm war der Regen wieder stärker geworden und wir nutzten dort die Möglichkeit zum Unterstellen. Von dem nur knapp die Baumwipfel überragenden Turm sah ich auch den von dichtem Wald umgebenen Wasserspiegel des weit unter uns liegenden Gemündener Maares heraufscheinen, womit auch unsere weitere Marschrichtung feststand.  Der Schauer dauerte nur wenige Minuten und die zwischen den Wolken jetzt häufiger zu sehenden blauen Himmelsflecke machten uns immer mehr Hoffnung auf ein bevorstehendes Regenende. Tatsächlich wurden wir nicht enttäuscht und die Regenwolken verabschiedeten sich.

Auf abwärts führendem Waldpfad stiegen wir von der Anhöhe hinunter zum Gemündener Maar. In dem an seinem Ufer liegenden Waldcafé wie auch an dem idyllisch gelegenen Schwimmbad war keine Menschenseele zu entdecken, bei schönem Wetter wird es dort sehr viel unruhiger zugehen. Wir umrundeten das Maar zu einem Teil und stiegen anschließend die Höhenmeter zum Dronketurm auf einem anderen Pfad wieder aufwärts. Von dort suchten wir uns dann einen zum Weinfelder Maar führenden Wanderweg, über den wir wieder an der Kapelle vorbei und zum Wagen gelangten.

Als Drittes der drei Dauner Maare stand nun noch das Schalkenmehrener Maar auf unserem Programm. Doch zuvor hatten wir uns eine verspätete Mittagsrast verdient, die wir, bei sich immer häufiger und länger durch die Wolken stehlenden Sonnenstrahlen am Wagen genossen. Als wir uns zu einer erneuten Teilrunde um das Weinfelder Maar aufmachten, um an dessen gegenüberliegender Seite den Weg zum Schalkenmehrener Maar zu nehmen, hatte die Sonne endgültig gesiegt und wir ließen die Rücksäcke mit Regenjacken usw. im Auto zurück.

Am Schalkenmehrener Maar

Am Schalkenmehrener Maar

Von der Höhe der Autostraße sahen wir den Ort Schalkenmehren mit seinem Maarsee, umgeben von Wiesen und Feldern und umrandet vom Wald in der Sonne liegen. Während wir den schmalen Steig am Hang abwärts in Richtung des Dorfes und des Maarsees gingen, hatte ich immer mehr das Gefühl mich von der Welt zu entfernen und in das Idealbild einer ländlichen Idylle einzutauchen. Sicher trug auch das nun so herrliche Wetter dazu bei, aber der kleine ruhige Ort, die Wege um den Maarsee, die Felder, Gärten und Wiesen, eingebettet in die weite Mulde und umrahmt von den begrünten Hängen des ehemaligen Kraters,  darüber der jetzt blaue Himmel, es war ein herrlicher Fleck Erde.

Wir umrundeten auf halber Höhe und auf dem von der Sonne beschienenen Weg das Land des Schalkenmehrener Maares, dann stiegen wir wieder aufwärts zur Autostraße und wanderten die kurze Strecke zum Wagen auf dem Parkplatz am Weidenborner Maar. Es war erst 16.00 Uhr, also die rechte Zeit für einen Cafébesuch, weshalb wir beschlossen nach Daun zu fahren, dort ein nettes Café aufzusuchen und uns ein wenig in der Stadt umzusehen.

Beides taten wir, wobei der Cafébesuch der angenehmere Teil war. Daun selbst war nicht berauschend, am schönsten noch war der Blick auf die Stadt vom Felsen der ehemaligen Burg Daun. So waren wir schon gegen 18.00 Uhr wieder in Manderscheid, wo wir nach dem Abendessen das schöne Wetter noch für einen Rundgang nutzten.