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Radtour Nordschweiz

Solothurn - Brugg

Foto, auf dem Weg nach Brugg

Es ist der vorletzte Tag unserer Tour und unser heutiges Tagesziel ist die Jugendherberge im 85 km entfernten Brugg. Bei bedecktem Himmel starten wir um 09:00 Uhr in Solothurn. Die abwechslungsreiche Strecke durch Feld-, Wald- Wiesengelände und entlang der Aare unterbrachen wir in Oensingen für eine knappe Stunde. Dort hatte uns ein kräftiger Regenschauer eingeholt bzw. wir den Regenschauer und dessen Ende warteten wir erst einmal ab.

Dann ging es flott weiter, da wir uns vorgenommen hatten in Aarau eine längere Pause mit Stadtbesichtigung einzulegen. Aarau erreichten wir um 13:00 Uhr und schoben gerade unsere Räder in Richtung Marktplatz als dicke schwere Tropfen niederfielen. Ein schönes Café direkt neben uns, ein freier Tisch am Fenster mit Blick auf einen trockenen Unterstellplatz für die Räder ließen uns nicht lange zögern - und schon saßen wir im Trockenen bei Kaffee und Kuchen, während die Stadt im Regen zu versinken schien. Als der Regen nach einer Stunde aufhörte, immer noch aber hingen schwarze fette Wolken über der Stadt und dem Land, wollten wir uns aufmachen und schnellstens nach Brugg weiter fahren. Es sollte aber nicht sein. Wir waren noch fast mitten in der Stadt als der Regen erneut einsetzte und wir uns in eine schützende Toreinfahrt retteten, wieder mit der Hoffnung auf ein baldiges Regenende.

Endlich, fast eine Stunde später, ließ der Regen nach und wir fuhren los. Aber Petrus wollte uns heute nicht ungeschoren entkommen lassen. Nur Minuten später prasselte der Regen wieder vom Himmel, dass eine Weiterfahrt unmöglich war und uns nichts anderes übrig blieb als dicht an eine Hauswand gedrängt den von oben kommenden Wasserfällen zu entgehen. Und wenn es zwischendurch auch aussah als ginge der Regenguss seinem Ende zu, war es tatsächlich nur ein Atemholen, dann peitschten die Regenschnüre wieder doppelt kräftig zur Erde.

Foto, auf dem Weg nach Brugg

Gegen 16:00 Uhr hatten wir die Hoffnung auf ein Regenende aufgegeben. Es goss auch nicht mehr wie aus Eimern, es war nur noch das Wasserpensum wie bei einer kräftigen Dusche im heimischen Bad. Aber es half nichts, wir hatten noch die Strecke nach Brugg vor uns. Also mussten Regenhose und Jacke doch in den Härtetest. Wir packten uns ein und spurteten los, tief auf den Lenker gebeugt, aufspritzende Wasserfontänen an den Hinterreifen. Jetzt erkannte anscheinend auch der Wettergott das wir trotz Regen unbedingt noch Brugg erreichen wollten und der Regen ließ endlich nach und hörte dann ganz auf.

Von dem romantischen Streckenabschnitt unter Bäumen entlang der Aare haben wir nicht viel gehabt. Vom ungeteerten Weg auf dem das Wasser stand schleuderten die Reifen den Schmutz aufwärts und von oben bis unten schlammbespritzt kamen wir um 17:30 Uhr in Brugg an. Am Brunnen im Hof der urigen Herberge säuberten wir erst einmal unsere Gepäcktaschen und Kleidung, dann drapierten wir alles malerisch zum trocknen auf dem Balkon. Nachdem wir unter der Dusche auch von uns die letzten Schlammspritzer abgespült hatten, sahen Welt und Wetter wieder freundlich aus. Den Abschlussabend unserer Tour verbrachten wir dann zuerst in einem noblen Restaurant, den abschließenden Dämmerschoppen gab es dann in einer Gaststätte.