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Schwarzwaldwoche

Wanderung Wutachschlucht II
Lenzkirch-Haslachschlucht-Wutachschlucht

2005-09-09, Freitag
Lenzkirch-Haslachschlucht-Wutachschlucht-Lotenbachklamm

Foto, Haslachschlucht

Haslachschlucht

Der letzte Wandertag unserer Schwarzwaldwoche war angebrochen und auch heute schien der Wetterverantwortliche einen sonnigen Tag bereitzuhalten. Für die geplante Wandertour sollte uns das nur Recht sein, hatten wir uns doch am Vorabend darauf verständigt, heute nochmals eine Schluchtenwanderung zu unternehmen. Als möglichen Ausgangspunkt wollten wir Lenzkirch ansteuern, die genaue Route sollte aber erst festgelegt werden, wenn wir uns dort über die Busverbindungen schlau gemacht hatten.

So ging es nach dem Frühstück mit dem Wagen entlang des Titisees nach Lenzkirch. Am Rathaus begab sich Joachim in die Fremdenverkehrsinformation, während ich mich an der Bushaltestelle über die Busverbindungen nach und von Lenzkirch informierte. Ausgestattet mit Infomaterial kam Joachim zurück und nach einigen Überlegungen entschieden wir uns für den Ausgangspunkt Lenzkirch und das Ziel Lotenbrücke am oberen Zugang der Lotenbachklamm, von dort Rückfahrt mit dem Bus nach Lenzkirch.

Foto, Pfad an der Haslach

Pfad an der Haslach

Als wir loszogen, war es 10.00 Uhr. Das erste Wegstück in Lenzkirch begleitete uns noch die idyllisch geführte Haslach, dann aber verlief diese abseits unseres Straßenwegs im Wiesental. Unser Weg führte im vollen Sonnenlicht und wenn wir uns am frühen Morgen noch über die Sonne gefreut hatten, jetzt brannte sie stechend herunter, es war gewittrig und schwül und am Horizont ließen sich riesige weiß-graue Wolkentürme sehen. Trotz des steigungslos verlaufenden Wegs gerieten wir ordentlich ins Schwitzen und wünschten uns endlich den Wald zu erreichen, auf den der Wanderweg zulief.

In dessen Schatten wanderte es sich gleich viel angenehmer, wenn auch der erhoffte Abstieg in die Haslachschlucht noch etwas auf sich warten ließ. Dann aber bog endlich ein schmaler Steig steil und in engen Windungen abwärts und führte uns in den Schluchtgrund ans Ufer der Haslach.

Foto, Joachim und ich bei der Rast

Gute Stimmung am Rastplatz

Weniger breit, aber in ebenso beeindruckender und romantischer Landschaft wie die Wutach, sucht und erschafft sich die Haslach ihren Weg durch die Schlucht. Der schmale Steig folgte dem Lauf der Haslach, wobei der Weg manches Mal auch wieder weit aufwärts stieg, um steil zur Haslach abfallende Felsen zu überschreiten. So überquerten wir auch den Höllochfelsen und den kurz darauf folgenden Rechenfelsen mit ihren Tiefblicken zur Haslach.

Nicht weit entfernt fließen Haslach und Gutach zusammen und die Gutach wechselt an diesem Zusammenfluss ihren Namen zur Wutach. An dieser führte unser Weg nun weiter zur Einmündung des Rötenbachs, wo wir an einem wunderbar gelegenen Rastplatz am Wasser und unter schattenspendenden Bäumen eine kurze Pause einlegten.

Fast zwei Drittel des Weges lagen hier bereits hinter uns und wir hätten uns eine Menge Zeit und Ruhe erlauben können. Mittlerweile aber hatten die am Morgen noch hochgetürmten weißen Wolkenkolosse grauen und tiefschwarzen Wolkenbänken Platz gemacht und diese schoben sich immer weiter über den noch blauen Himmel. Es sah ganz so aus, als seien kräftige Gewitter oder Regenschauer im Anmarsch und diesen wollten wir uns auf den letzten Teilstücken nicht unbedingt aussetzen. So nahmen wir unseren Weg entlang der Wutach in Richtung Räuberschlössle wieder auf.

Foto, Moospolster auf Felsen in der Wutachschlucht

Wutachschlucht

Der Weg ging vorbei an dem ältesten und heute unter Denkmalschutz stehenden Flusskraftwerk Stallegg, das 1895 in Betrieb ging. Kurz darauf passierten wir die überdachte Stalleggbrücke und gelangten dann zum Räuberschlössle.

Dieses ist ein kleines und fast rundes Felsplateau, am Rand durch Felsformationen überragt, während der Fels fast senkrecht zur Wutach hinabstürzt. Hier soll eine kleine Burganlage bestanden haben, von der keine Reste mehr sichtbar sind und später soll dieser Ort ein Rückzugsplatz für "Gesindel" gewesen sein.

Als wir diese Felsformation erreichten, hatte sich der Himmel fast völlig eingegraut. Da es von hier aber nicht mehr weit zur Schattenmühle war, beschlossen wir trotzdem unsere Mittagsrast zu halten. Dann ging es das letzte Wegstück zur Schattenmühle und dort zum unteren Ausgang der Lotenbachklamm.

Den am Montag im Abstieg begangenen Weg stiegen wir nun aufwärts zur Lotenbrücke, wo sich die Haltestelle des Linienbusses nach Lenzkirch befindet. Es war 15.00 Uhr als wir diese erreichten und wir hatten noch jede Menge Zeit bis zur Abfahrt um 15.42 Uhr. Wir konnten es uns deshalb auf der Wartebank gemütlich machen und die Beine von uns strecken, zumal sich die grauen Gewitter- und Schauerwolken glücklicherweise verzogen hatten. Dann brachte uns der Bus in gut 20 Minuten nach Lenzkirch, wo wir noch eine gute Stunde kreuz und quer durch den Ort spazierten, bevor wir uns auf die kurze Rückfahrt nach Titisee-Neustadt machten.