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Schwarzwaldwoche

Radtour Rottweil

2005-09-06, Dienstag
Villingen-Rottweil

Foto, Oberlauf des Neckars in Schwenningen

Oberlauf des Neckars in Schwenningen

Da wir am gestrigen Abend noch beschlossen hatten Joachims Vorschlag zu folgen und für die restlichen Tage in die Jugendherberge nach Titisee-Neustadt umzuziehen, riefen wir dort noch vor dem Frühstück an, um die Übernachtungen zu reservieren. Da wir die entsprechende Zusage erhielten, hieß das erst einmal packen. Da wir als Radtour für den heutigen Tag einen Ausflug nach Rottweil geplant hatten, deponierten wir unser Gepäck  abreisefertig gepackt im Auto, um nach der Rückkehr gleich nach Titisee fahren zu können. Verabredet hatten wir dort die Ankunft um 17.00 Uhr und das hieß spätestens um 16.00 Uhr Wegfahrt in Villingen.

Für die Hin- und Rückfahrt nach Rottweil rechneten wir mit weniger als 60 km, sodass noch genügend Zeit für Stadtbummel und Kaffeepause in Rottweil bleiben sollte. Petrus schien auch wieder auf unserer Seite zu sein, denn wie an den vorangegangenen Tagen schien die Sonne auch heute von einem wolkenlosen Himmel. Verzögert wurde unsere Abfahrt durch ein Problem an Joachims Rad. Ein Widerstand bremste den Lauf dessen Vorderrads und wir rätselten, welchen Grund es dafür gäbe. Ob wir noch nicht richtig ausgeschlafen hatten oder woran es auch sonst lag - jedenfalls verstrich einige Zeit und Joachim wollte schon beginnen das Vorderrad abzumontieren, bis wir endlich den Fehler feststellten: Der Widerstand des noch vom Vorabend zugeschalteten Dynamos bremste die Drehung des Vorderrads. Lachend über unsere aufgeregte "Fehlersuche" konnten wir um 09.30 Uhr endlich starten und begaben uns auf mittlerweile gut bekanntem Weg zur Brigach und dort entlang des Uferwegs bis in die Nähe des Bahnhofs.

Foto, in Rottweil

Rottweil

Hier sollte uns der 3-Täler-Radweg über Zollhaus und Schwenninger Moos zum Neckarradweg bringen. Wir fanden aber keine Radwegbeschilderung und schlugen deshalb auf der Autostraße die vermutete Richtung ein. Diese war auch nicht falsch, manches Straßenstück und Gebäude, manche Geländemarke hatten wir schon am Samstag und Sonntag bemerkt, jetzt aber fanden wir keinen Zugang zum Radweg oder Nebenstraßen. Dann konnten wir aber endlich doch einen Radweg erfragen und kurz darauf waren wir weg vom Autoverkehr und auf dem Weg Richtung Schwenningen. Allerdings waren wir sehr viel weiter nördlich als geplant und so umfuhren wir Schwenningen nicht im Süden am Schwenninger Moos, sondern landeten in den Außenbezirken und mussten quer durch die Stadt zum Bahnhof, an dem der Neckarradweg vorbeiführte.

10.45 Uhr war es schon, als wir endlich am Schwenninger Bahnhof auf Hinweisschilder zum Neckarradweg trafen, der - zumindest bis Rottweil - teilweise mit dem Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Weg identische Wegführung aufweist. Das führte aber auch dazu, dass wir ein Teilstück vor Deißlingen nicht auf dem Neckarradweg fuhren. Aber immerhin stimmte unsere Fahrtrichtung und die Route folgte fast ausschließlich gut fahrbaren Wirtschaftswegen, sodass uns Autoverkehr weitgehend erspart blieb. Auch die wenigen Steigungen waren sanft und problemlos zu bewältigen und wir konnten die Strecke problemlos abradeln.

Foto, Rottweil

Rottweil

Erst in den Außenbezirken Rottweils irrten wir dann wieder einige Zeit umher, bevor wir uns einen Weg in die Altstadt erfragt hatten. Um 12.30 Uhr fanden wir uns endlich am Ziel, drei Stunden hatten wir für die 33 km benötigt. Und das war vor allem der anfänglichen Wegsuche zwischen Villingen und Schwenningen und unseren Verirrungen in Rottweil zuzuschreiben.

Zwar blieb nun nicht mehr so viel Zeit wie wir sie für eine ausgiebige Stadtbesichtigung erhofft hatten, aber ein Bummel durch die Altstadt mit ihren wunderbar restaurierten Gebäuden war wenigstens noch möglich. Eine Kaffeepause hatten wir uns auch verdient und so streckten wir auf dem schattigen Terrassenplatz eines Eiscafés noch eine Weile die Beine aus. Nicht allzu lange, denn noch standen die Rückfahrt nach Villingen und die anschließende Fahrt nach Titisee an.

Hatten wir am Morgen noch überlegt evtl. eine andere Strecke für die Rückfahrt zu nehmen, so war jetzt klar, dass wir zurück die gleiche Route wie bei der Herfahrt einschlagen würden. Die Umwege in Rottweil ersparten wir uns natürlich, ebenso den bei Lauffen und Deißlingen umständlich durch die Neubaugebiete geführten Radweg. Auch vor Schwenningen suchten wir anhand der Karte eine abkürzende Strecke und für die wenigen Kilometer zwischen Schwenningen und Villingen wählten wir - entgegen unseren sonstigen Gewohnheiten - die Autostraße als direkte Verbindung. Als wir am Wagen eintrafen, hatten wir 5 km gegenüber der Hinfahrt eingespart, insgesamt betrug die gefahrene Strecke 61 km. Benötigt hatten wir für die Rückfahrt eine volle Stunde weniger und so konnten wir tatsächlich nur wenige Minuten nach 16.00 Uhr mit dem Wagen zu unserer neuen Unterkunft in der Jugendherberge Titisee starten.