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Schwarzwaldwoche

Allgemeine Infos: Reiseverlauf

Foto, Joachim und ich vor der Abfahrt in Weilburg

Abfahrbereit in Weilburg

Nach unserer Radtour im Mai durch den Osten Deutschlands hatten Joachim und ich für Anfang September eine Wanderwoche vorgesehen. Erste Vorschläge von mir waren der Spreewald und die Städte Breisach und Münster. Am Ziel Spreewald störte uns allerdings die lange Anfahrt, während beim Ziel Münster überwiegend die Räder zum Einsatz gekommen wären und Breisach war Joachim schon von einem Aufenthalt her bekannt. Über Breisach aber geriet dann schnell der Schwarzwald ins Blickfeld, mit den Jugendherbergen Freiburg oder Villingen als Übernachtungsorte.

Als ein Anruf in Freiburg ergab, dass die Jugendherberge dort schon für den gesamten September ausgebucht sei (bei meiner Nachfrage war es Ende Juli), Villingen dagegen ein Zimmer zusagte, das nur durch uns belegt würde, war die Entscheidung klar und der Termin für unseren Kurzurlaub auf den 03.09.-10.09.2005 festgelegt.

Aus privaten Gründen plante ich für den Tag vor unserer Abreise und auch nach der Rückkehr einen Besuch in Weilburg, sodass mein Zustieg in Zwingenberg - im Gegensatz zur Fahrt an den Vierwaldstätter See vor einem Jahr -   diesmal entfallen konnte und die gemeinsame Fahrt in Weilburg beginnen sollte. Da die Jugendherberge Villingen ein gutes Stück außerhalb der Stadt liegt - wir hatten zu Beginn unserer Radtour Nordschweiz 2003 dort Station gemacht -  und weil wir wenigstens eine oder zwei Radtouren unternehmen wollten, war die Mitnahme der Räder vorgesehen. Die Anreise sollte mit dem Auto erfolgen, um bei den Wanderungen unabhängig von Bussen und Bahnen zu sein.

Foto, Villingen

Villingen

Unsere Fahrt startete am 03.09.2005 kurz vor 09.00 Uhr in Weilburg, mit den auf dem Heckträger verstauten Fahrrädern. Bei Karlsruhe bremste uns für einige Zeit ein 16-km-Stau und wir verließen dort die A 5 mit Fahrtrichtung Stuttgart. An der Raststätte Sindelfinger Wald gab es eine kurze Pause, die danach noch verbleibende Strecke auf der A 81 konnten wir auf fast leerer Autobahn zurücklegen. Eine Baustelle in Villingen brachte uns zum Schluss aber noch so vom Weg ab, dass wir einige Zeit durch die Stadt kutschieren mussten, bis wir kurz nach 14.00 Uhr endlich die Jugendherberge erreicht hatten, die zu dieser Zeit natürlich nicht geöffnet war.

Wir entschlossen uns aber bis zur Öffnung um 15.00 Uhr zu warten und unser Zimmer zu beziehen, bevor wir Weiteres unternehmen würden. Diese Unternehmung sollte dem Schwenninger Moos und dort dem Neckarursprung gelten, den ich unbedingt sehen wollte.

Andere Touren, die ich für unsere Schwarzwaldwoche vorgesehen hatte, waren u. a. zwei  Radtouren, davon eine Rundstrecke über Donaueschingen und eine Tour nach Rottweil. Meine Wandervorschläge umfassten u. a. mehrere Varianten zu Touren in die Wutachschlucht, zwei Wanderungen zum Feldberg, eine Rundwanderung bei Todtnauberg und am Höllental eine Streckenwanderung.

Als Aufenthaltsort für die gesamte Woche war Villingen vorgesehen. Die Radtouren sollten hier starten, bei den Wanderzielen wollten wir die Ausgangsorte mit dem Auto anfahren. Tatsächlich aber wurde Villingen nur zum Startort der Radtouren und Abfahrtsort zu einer Wanderung, die von Bonndorf aus in die Wutachschlucht führte. Wegen des Zeitaufwands für die Anfahrt zu den Ausgangspunkten der noch vorgesehenen Wanderungen zum Feldberg, in die Wutachschlucht und am Höllental schlug Joachim vor, in die Jugendherberge nach Titisee-Neustadt zu wechseln. Das taten wir auch, nachdem wir dort telefonisch eine Zimmerreservierung vorgenommen hatten.

So ergab sich eine Zweiteilung unseres Schwarzwaldaufenthalts:
03.09.2005-06.09.2005 Jugendherberge Villingen,
06.09.2005-10.09.2005 Jugendherberge Rudenberg in Titisee-Neustadt.

Während unserer Aufenthalte in Villingen bzw. Titisee-Neustadt unternahmen wir folgende Radtouren und Wanderungen:

Foto, Jugendherberge Villingen

Jugendherberge Villingen

In beiden Jugendherbergen hatten wir Vierbettzimmer zur Verfügung, die nur von uns belegt waren. Die Waschgelegenheiten befanden sich in den Zimmern, während die Duschen und Toiletten auch von Übernachtungsgästen eines zweiten Zimmers zu benutzen waren. In Villingen war das zweite Zimmer jedoch gar nicht belegt, wie dort überhaupt die gesamte Jugendherberge während unseres Aufenthalts fast ohne Gäste war. In Titisee-Neustadt war das Haus zwar mit mehreren größeren Gruppen belegt, die jedoch alle in anderen Stockwerken untergebracht waren.

Insgesamt gab es an der Unterbringung nichts zu kritisieren, das Frühstück hatten wir allerdings in anderen Jugendherbergen schon um Klassen besser erlebt. In Villingen kam uns sehr zustatten, dass wir unsere Räder dabei hatten. Für den Fußweg in die Innenstadt werden 20-30 Minuten benötigt, mit dem Fahrrad ließ sich die Strecke wesentlich schneller und angenehmer zurücklegen.

In Titisee-Neustadt war der Fußweg in die Stadt etwa ebenso weit. Hier aber verzichteten wir auf die Räder für unseren abendlichen Weg in die Stadt und von dort zurück in die Jugendherberge. In Titisee ist die Jugendherberge das letze Haus am Ortsrand auf der Höhe des Rudenbergs. Sie liegt einige Höhenmeter oberhalb des im Tal befindlichen Stadtzentrums  und ist mit diesem durch steil aufwärts führende Straßen verbunden. Die Bergabfahrt hätte uns zwar gefallen, nach Abendessen und dem einen oder anderen Bier wäre die Auffahrt aber wohl eher eine Quälerei gewesen, sodass wir lieber 15 Minuten zu Fuß bergab in die Stadt liefen und in einer knappen halben Stunde am Abend gemütlich bergan spazierten.

Foto, Jugendherberge Rudenberg in Titisee-Neustadt

Jugendherberge Rudenberg in Titisee-Neustadt

Da wir in den Jugendherbergen nur frühstückten, suchten wir zum Abendessen Lokale in Villingen und Titisee auf (woraus sich meistens auch gleichzeitig ein kürzerer oder längerer Stadtspaziergang ergab). Unter den von uns besuchten Gasthäusern Villingens sagte mir der "Goldene Löwe" im Stadtzentrum am meisten zu. Von den Lokalen in Titisee-Neustadt waren es die Gasthäuser "Brauner Bär" in der Hauptstraße und "Waldfriede 'Schorschs Fischspezialitäten' " in der Nähe der Hochfirstschanze.

Vom Anreisetag bis zur Abreise bescherte Petrus uns herrlichstes Wanderwetter, jeden Tag Sonnenschein und blauen Himmel. Erst am Nachmittag des letzten Wandertag zogen einige Gewitterwolken auf, ein wenig Regen aber fiel erst auf der Heimfahrt am Samstag.

Diese Fahrt ging von Titisee-Neustadt nach Freiburg und von dort auf der Autobahn A 5 nach Norden. Einen kurzen Stopp gab es bei mir zu Hause in Zwingenberg, wo wir am Mittag eine kurze Pause zum Kaffeetrinken einlegten und ich mein Rad zusammen mit der Wäsche ablieferte. Von Zwingenberg aus dauerte die Weiterfahrt dann noch eine gute Stunde, bis wir Weilburg wieder erreichten und auch Joachim wieder daheim landete.