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Mit Rad und Wanderschuh

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Radwanderung
Hennigsdorf (Berlin) - Greifswald

Güstrow - Rostock

Foto, Unterwegs entlang der Nebel

Unterwegs entlang der Nebel

2006-05-05, Freitag
Güstrow - Rostock

Es war 09.30 Uhr als wir an diesem Morgen zur Weiterfahrt starteten. Meine nächtlichen Hustenanfälle waren nach dem Aufstehen wieder Vergangenheit, das Wetter war wunderbar, also alles Bestens - wäre nur nicht das Problem mit der Vorderbremse meines Rads gewesen oder hätte ich mir doch das Vorderrad jetzt im Tageslicht noch einmal angesehen: die Peinlichkeit in der Fahrradwerkstatt wäre mir erspart geblieben. Direkt am Radweg am Stadtrand von Güstrow hatten wir nämlich gestoppt und ich schob mein Fahrrad in den Hof um den Fachleuten in der Werkstatt mein Problem zu schildern. Ein netter Mensch kam auch gleich hinaus in den Hof, schaute sich das Rad von vorne an und erklärte, dass das Vorderrad schief in der Gabel säße. Einige Umdrehungen am Schnellspanner, das Rad war zentriert und alles völlig in Ordnung. Peinlich, peinlich!! In der Dunkelheit am Vorabend hatten wir das nicht bemerken können, aber ein kurzer Blick vor der Abfahrt heute morgen hätte uns den Fehler auch gezeigt.

Foto, Bützow, Rathaus

Bützow, Rathaus

Na ja, damit war die Angelegenheit wenigstens schnell geklärt worden und es gab fast keine Verzögerung mehr mit der Weiterfahrt, ausgenommen Joachims Einkauf von Tagesproviant. Um 11.00 Uhr ging es dann aber tatsächlich los in Richtung Bützow, auf einer schönen Strecke die meist am Wasser entlangführte. In Bützow stoppten wir kurz für einen Innenstadtbesuch. Dieser Stopp führte prompt dazu, dass wir bei der Weiterfahrt in die falsche Richtung starteten und ein ganzes Stück zurückfahren mussten, bis wir wieder auf dem richtigen Weg waren.

Ab Bützow führte der Weg ziemlich genau nach Norden, was wir auch am deutlich spürbaren Gegenwind feststellten. Meist ging die Fahrt über kleine Landstraßen, teils unasphaltiert, aber trotzdem gut zu fahren. Als wir gegen 14.00 Uhr in Schwaan eintrafen, hatten wir gut die Hälfte der Strecke nach Rostock hinter uns gebracht. Es war auch die passende Zeit für eine Kaffeepause und deshalb genehmigten wir uns diese auch in einem kleinen Café am Straßenrand.

Foto, Fertig zum Landgang in Rostock

Fertig zum Landgang in Rostock

Nach einen guten halben Stunde nahmen wir die letzte Strecke nach Rostock unter die Räder. Wieder führte der Radweg meist über kleine Landstraßen und zeitweise über gesondert angelegte Radwege. Diese Teilstrecke ließ sich zwar gut fahren, wenn aber ein Laster vorbeirauschte war es gut sein Rad fest im Griff zu haben, um nicht umgeworfen zu werden.

Nach einer guten Fahrstunde ab Schwaan kam schon die Silhouette von Rostock in Sicht. Die Schilder des Radwegs Berlin-Kopenhagen lotsten uns bestens in die Stadt - bis zu einer Großbaustelle. Dann war Nachfragen angesagt doch als wir einmal die Richtung wieder hatten, fanden wir den alten Stadthafen und dort unsere Unterkunft recht schnell.

Die Unterkunft war das im Hafen vor Anker liegende Jugendgästeschiff Georg Büchner. Schon seit der Buchung freute ich mich auf das Schiff, während die Schiffsübernachtung von Joachim etwas skeptischer gesehen wurde. Aber die nächste JH in Warnemünde war zu weit außerhalb und wir wollten schließlich etwas von der Stadt sehen. Als wir jetzt am Kai vor der Georg Büchner standen, war ich erst recht begeistert. Einen kleinen Dämpfer bekam diese Begeisterung allerdings, als wir unser Gepäck über die Gangway auf das Schiff schleppten und nach der Anmeldung erst durch diverse Decks und Gänge irrten, bis wir unsere Kabine gefunden hatten. Die Zweierkabine mit Dusche und WC fand dann aber wieder meine volle Zustimmung und als es uns gelang auch ein Bullauge zu öffnen und frische Luft einströmen konnte, arrangierte sich auch Joachim mit der Unterkunft.

Foto, Im Rostocker Hafen

Im Rostocker Hafen

Wir machten uns ausgehfertig und dann ging es entlang des Hafens in Richtung Stadt. Dort durchstreiften wir erst einmal die Altstadt um die Petrikirche und Marienkirche, bevor wir im heutigen Stadtzentrum um das Rathaus ein Lokal zum Abendessen aufsuchten. Später wanderten wir entlang des alten Stadthafens wieder zurück zum Schiff. Dort stand uns eine unruhige Nacht bevor, in der wir nicht allein von meinen Hustenanfällen wachgehalten wurden, sondern vor allem von der Randale die von einem unmittelbar in Ankernähe des Schiffes befindlichem Musikklubs ausging. Und wann von dort einmal etwas weniger Radau zu uns drang, stolperten und trampelten "Spätheimkehrer" über die eiserne Gangway vor unserem Bullauge an Bord.