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Mit Rad und Wanderschuh

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Radwanderung
Hennigsdorf (Berlin) - Greifswald

Waren - Güstrow

Foto, Unterwegs in Richtung Krakow

Unterwegs in Richtung Krakow

2006-05-04, Donnerstag
Waren (Müritz) - Güstrow

Nach dem schönen und faulen gestrigen Tagesaufenthalt in Waren, stand heute wieder eine normale Tagesetappe an, die uns nach Güstrow bringen sollte. Bei der Ankunft dort würden 78 km Tagesstrecke auf dem Tacho angezeigt werden und deshalb war heute ein etwas früherer Start angesagt als an den vergangenen beiden Tagen. Diese Strecke nach Güstrow und die Weiterfahrt von dort nach Rostock wollten wir wieder auf dem zu Tourbeginn benutzten und in Dannenwalde verlassenen Radfernweg Berlin-Kopenhagen zurücklegen. Bei der vorgestrigen Ankunft in Waren hatten wir die weiterführende Route dieses Radwegs gesehen und konnten deshalb an diesem Morgen ohne weiteres Suchen den Einstieg dieses Wegs ansteuern.

Foto, am Krakower See

Am Krakower See

Bei blauem Himmel und Sonnenschein starteten wir in Waren um 09.00 Uhr. Auf dem ersten Teilstück  führte die abwechslungsreiche Wegstrecke durch ein von Wald, Wasser und Landwirtschaft geprägtes Gebiet. Eintöniger wurde dann die fast gradlinig verlaufende Radstrecke durch die Schwinzer Heide, die sich kilometerweit durch Fichtenwaldungen zog. Hier waren wir aber wenigstens vor dem ansonsten rechten starken Gegenwind geschützt und konnten auf den schnurgeraden Wegen auch flott in die Pedalen treten.

Um 13.00 Uhr erreichten wir Krakow am See. Hier hatten wir uns eine gemütliche Mittagsrast in einem Café erhofft. Der Ort war jedoch kleiner als erwartet und so mussten wir mit den Bänken am Marktplatz zufrieden sein. Wenigstens aber fand sich ein Bäcker, so dass Joachim doch noch zu einem Kuchenstück kam. Mittlerweile stach die Sonne ziemlich kräftig vom Himmel und die erst als angenehm empfundene Wärme trieb uns bald wieder in die Sättel.

Foto, Bootshäuser an der Nebel in Güstrow

Bootshäuser an der Nebel in Güstrow

Fast zwei Drittel der Wegstrecke lagen in Krakow hinter uns und wir ließen es ruhig angehen, zumal wir in dem jetzt meist wieder offenem Gelände kräftig gegen den aus Norden blasenden Wind antreten mussten. Wenigstens aber hatten wir bisher keine Probleme mit der Ausschilderung des Radwegs und auch der Ausbau war überwiegend gut, wenn auch ab und an ein kurzes Sandstück die Fahrt bremste.

Beinahe hätten wir vor Güstrow das Hinweisschild an der Abzweigung zur JH übersehen, aber um 16.30 Uhr waren wir bis auf 6 km an Güstrow herangekommen und die JH befand sich (leider) soweit außerhalb der Stadt. Zwar war es uns immer lieber, wenn wir nicht auf das Rad für den Stadtbummel angewiesen waren, aber jeweils 6 km zu Fuß in die Stadt und wieder zurück - das musste nicht sein. So saßen wir, nachdem wir unser Zweier-Zimmer bezogen und uns umgezogen hatten, wieder auf dem Rad um noch ein wenig von der Stadt Güstrow zu sehen.

Foto, am Marktplatz in Güstrow

Marktplatz in Güstrow

Wir stellten die Räder auf dem Marktplatz ab und schauten uns die besuchenswerte Stadt an. Es herrschte reger Betrieb, es war schönes Wetter und wie zu erwarten waren die Sitzplätze im Freien gut frequentiert. Das änderte sich aber schlagartig, als die Geschäfte schlossen und der Marktbetrieb zu Ende war. Die Stadt schien plötzlich menschenleer und als wir nach unserem Rundgang eine Gaststätte suchten, war eine der wenigen verbliebenen Möglichkeiten eine Pizzeria. Dort aßen wir dann zu Abend und mit einbrechender Dunkelheit radelten wir zurück in die JH.

Hier stellte ich fest, dass das Bremsgummi ständig auf der Felge des Vorderrads anlag und dieses abbremste. Das führte zu einer Bastelei an den Einstellungen der Vorderradbremse, die wir wegen zunehmender Dunkelheit dann aber ohne Erfolg aufgeben mussten. Wir verpackten unsere Reiseutensilien wieder abfahrbereit und ich hoffte, mein Rad wäre am nächsten Morgen wieder in Ordnung und der Stopp in einer Fahrradwerkstatt unnötig.