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Radwanderung
Hennigsdorf (Berlin) - Greifswald

Anreise: Weilburg - Hennigsdorf (Berlin)

2006-04-29, Samstag
Anreise: Weilburg - Hennigsdorf (Berlin)

Foto, im Zug unter Fußballfans

Im Zug unter Fußballfans

Die Anreise zum Startort Hennigsdorf (Berlin) erfolgte mit der Bahn ab Weilburg, wofür wir das "Schöne-Wochenende-Ticket" nutzten. Mit zwei Fahrradkarten zu je 3,-- Euro bezahlten wir am Automaten dafür 37,-- Euro, waren dafür aber beschränkt auf die Nutzung von Regionalzügen. Das bedeutete Abfahrt in Weilburg um 06.59 Uhr, Ankunft in Hennigsdorf um 16.42 Uhr und 6-mal Umsteigen. Immerhin waren die Umsteigezeiten überall ausreichend, so dass wir hoffen durften es ginge alles glatt.

Was die Abfahrt-  und Ankunftzeiten betraf lief auch alles Bestens, die Bahn war überall pünktlich. Aber als Nicht-Fußballfans war uns völlig entgangen, dass an diesem Tag in Berlin das Pokalendspiel Eintracht Frankfurt - Bayern München stattfand. Erstmals bewusst wurde uns das in Gießen, als dort die ersten Fangruppen auftauchten, aber diese waren dort noch erträglich. Unangenehmer wurde es in Kassel und katastrophal ab Sangershausen und Magdeburg. Sämtliche Waggons überfüllt, Bierseen auf dem Boden und wo niemand stand, wurden die Bierkisten gestapelt - wir mit Fahrrädern und Gepäck inmitten des Chaos.

Es war eine Erlebnisreise der besonderen Art und als wir in Berlin-Wannsee (endlich) den Zug wechseln mussten, dröhnten die Schlachtgesänge noch einige Zeit in unseren Ohren nach. Wir waren jedenfalls froh dem ganzen Irrsinn ohne Blessuren entkommen zu sein und beschlossen die Bahnfahrt als Abenteuer zu betrachten, das auch ein Nicht-Fußballfan einmal erlebt haben muss.

In Hennigsdorf begrüßte uns ein kräftiger Regenguss. Da es aber nur eine kurze Fahrstrecke bis zu Joachims Verwandtschaft, unseren Gastgebern, sein sollte, kamen nur die Regenjacken zum Einsatz. Die Fahrt ging dann aber doch nicht ganz ohne Umwege vonstatten und so waren wir ordentlich durchgeweicht, als wir ankamen.

Foto, wäre es doch auch in den anderen Zügen so ruhig gewesen

Wäre es doch auch in den anderen Zügen so ruhig gewesen

Wir wurden herzlichst empfangen und freudig begrüßt. Der Tisch war schon zum Abendessen gedeckt, Getränke standen bereit und da wir uns durch den Umweg ein wenig verspätet hatten, reichte die Zeit gerade um die nassen Jacken aufzuhängen, da stand das Essen schon auf dem Tisch: Wildschweinbraten mit Rotkraut. Fantastisch! So gut und so reichlich, wie man ihn nur in einem Haus bekommen kann, wo der Mann passionierter Jäger und seine Frau geübt ist, in der Zubereitung solch eines Bratens.

Anschließend bezogen Joachim und ich die zur Übernachtung vorgesehene Ferienwohnung im Nachbarhaus. Danach ging es zu einem längeren Verdauungsspaziergang, bei dem wir den Zugang für den morgigen Einstieg in den Radweg Berlin-Kopenhagen erkundeten. Auf dem Rückweg gab es noch einen kurzen Schlummertrunk, dann ging es früh zu Bett.