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Radwanderung
Hennigsdorf (Berlin) - Greifswald

Greifswald - Weilburg (Rückreise)

2006-05-13, Samstag
Greifswald - Weilburg (Rückreise)

Heute war Abreisetag und wegen der Zugabfahrt um 07.45 Uhr hatten wir unsere Räder bereits um 07.00 Uhr startfertig bepackt. Da das Frühstück üblicherweise erst ab 07.30 Uhr bereitstand, hatte Joachim am Vorabend nachgefragt, ob wir bereits um kurz um 07.00 Uhr Brötchen und Kaffee erhalten könnten. Das Küchenpersonal war so nett und machte das möglich, so dass wir nicht mit leerem Magen zu unserer langen Bahnfahrt starten mussten.

Unser Zug in Halle

Unser Zug in Halle: 2 Stunden Wartezeit

Wenn alles planmäßig verlief würden wir, 4-maliges Umsteigen inklusive, um 20.58 Uhr in Weilburg sein. Am kritischsten sahen wir den Umstieg in Dessau, da dort nur 10 Minuten zur Verfügung standen. Dort klappte aber alles Bestens und unser dortiger Anschlusszug kam auch in Halle pünktlich an. In Halle hatten wir eine Stunde Aufenthalt und die kam um die Mittagszeit gerade recht für einen Imbiss. Kurz vor der planmäßigen Weiterfahrt nach Kassel um 14.49 Uhr hatten wir die Räder im Fahrradabteil verstaut und unsere Sitzplätze eingenommen, als über die Lautsprecher die Ansage zu hören war, dass wegen eines Oberleitungsschadens der Zugbetrieb in Halle vollständig eingestellt sei.

Da hatten wir nun jede Menge Zeit, wussten nicht wann es weiter gehen würde und konnten den Anschlusszügen in Kassel und Gießen Ade sagen. Nach 1,5 Stunden wurde der Zugbetrieb endlich wieder aufgenommen. Unser Zug aber blieb eine weitere halbe Stunde stehen, da um 16.49 Uhr ohnehin der nächste Zug planmäßig nach Kassel fahren sollte. So fuhren wir mit zweistündiger Verspätung in Halle ab und konnten froh sein, dass wir in Kassel wenigstens noch einen Anschlusszug erreichten, der um 21.51 Uhr in Gießen ankam. Nach Weilburg gab es zu dieser Zeit natürlich keine Zugverbindung mehr. Zum Glück blieb uns trotzdem eine Übernachtung im Gießener Bahnhof erspart, da uns Joachims Frau dort abholte.

Dank des Abholservices landeten Joachim und ich letztlich doch noch am späten Samstagabend in Weilburg - wenn auch mit leichten Schwächen: Meine Hustenanfälle hatten mich während der gesamten Tour nicht verlassen und für schlaflose Nächte gesorgt, was auch noch zwei weitere Nächte so blieb. Und Joachim hatte in Halle aus lauter Verzweiflung über die Verspätung eine Bratwurst gegessen, die seinem Magen noch einige Tage zu schaffen machte.

So waren bei dieser Tour die sonst so unspektakulär verlaufenden An- und Abreisetage  auch zu einem Erlebnis geworden. Doch diese wenigen unangenehmeren Erinnerungen können nicht auslöschen, dass die Radtour selbst, die erlebten Landschaften  und die besuchten Städte Erlebnisse waren, für die sich jeder Moment während dieser 15 Tage gelohnt hat.